Hamburg II - Miniaturwunderland

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Im letzten Artikel hatte ich bereits erwähnt, dass ich mich lange im Miniatur Wunderland aufgehalten habe. Ich kann nur jedem Hamburg-Besucher raten, diesem einen Besuch abzustatten. Sollte ich mal wieder vor Ort sein, werde ich dort ziemlich sicher vorbeischauen. Fünf Stunden waren deutlich zu kurz. Allerdings sank die Aufnahmefähigkeit irgendwann rapide ab. Kurz hatte ich überlegt, gleich am nächsten Tag wiederzukommen, aber Hamburg hatte ja noch mehr zu bieten. Beim nächsten mal dann.
Da mein Besuch ganz schön lang war, ist auch der Artikel ganz schön lang geworden. Da dies zu lang für den nächsten Hamburg-Artikel wäre, ist nun einfach ein eigener Artikel draus entstanden. Dank Festplatten-Ausfällen ein paar Tage später als geplant, dafür aber jetzt in voller Länge:

Das mehrstöckige Modellbau-Gelände bietet gleich mehrere Länder zur Besichtigung. Über Amerika, Skandinavien und Österreich lässt sich eine gleich zweistöckige Schweiz bestaunen – Berge brauchen Platz nach oben. Mitteldeutschland und Hamburg sind natürlich ebenfalls vertreten, zudem gibt es eine große Stadt namens „Knuffingen“. Die Städte und Areale sind dabei untereinander verbunden, sodass die Modellzüge auch internationale Fahrten absolvieren können.

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Zu entdecken gibt es massig: mit aktuell 215.000 Modellfiguren sind wahnsinnig viele alltägliche und nicht so alltägliche Szenen über die komplette Fläche aufgebaut. Falschparker, Radarfallen und ein Pärchen im Sonnenblumenfeld mischen sich unter Wäsche aufhängende und spazierende Menschen in Alltagsszenen. So gibt es einerseits viele fest gestaltete Szenen wie den Häuserbrand, allerdings auch große Areale mit frei herumfahrenden Fahrzeugen wie in Knuffingen.

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Dort ist die Feuerwehr ein krisenfester Job. Ob nun ein brennender LKW auf der Autobahn, ein Häuserbrand oder gleich ein Brand im schönen Schloss oben am Berg, die Feuerwehr rückt jedes Mal von ihrer zentral gelegenen Feuerwache aus. Nachdem ich ja genug Zeit vor Ort verbracht habe, hatte ich den Dreh bald raus: alle fünfzehn Minuten ist Einsatz angesagt. Die frei fahrenden Einsatzfahrzeuge waren einfach ein Spaß. Die Feuerwehr rückt aus, die Polizei riegelt die Straßen ab; Vorfahrtsregelungen mit Sondersignalen inklusive. Und wenn der Brand nicht gelöscht wird, muss die Feuerwehr aus dem Nachbarort dazugerufen werden. Der Brandherd ist vorher nicht festgelegt, aber durch einen regelmäßigen Blick auf die Uhr kann man sich dann doch einen gewissen Vorteil bei den gut gelegenen Plätzen verschaffen ;)

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Den Johanniter-RTW, der irgendwo auch seine Runden drehen soll, habe ich leider nicht entdeckt.
Dafür immer wieder Liebe zum Detail: die schon angesprochene realistische Straßenverkehrsordnung, landestypisches Aussehen der Bebauung, Bewohner und Fortbewegungsmittel, die witzigen Szenen am Rande, selbst eine JET-Tankstelle, die live die aktuellen Spritpreise anzeigt. Das ganze liest sich jetzt wahrscheinlich wie in einem Werbekatalog – ist ja irgendwie auch einer, war einfach super dort.
Also weiter mit Fotos:

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Die skandinavische Insel befindet sich in einem Becken mit – laut Webseite 33.000 Litern – Echtwasser. Komplett mit Hafen und fahrenden Schiffen. Bisher geistert noch ein Mitarbeiter hinter der Anlage herum und darf fernsteuern; die Geräte zur autmatischen und autonomen Steuerung sind allerdings schon montiert. Seit einigen Jahren wird wohl auch schon versucht, das ganze lauffähig zu bringen, ist aber wohl nicht so trivial. Soll aber bald kommen.

Knuffingen kann auch mit einen Flughafen aufwarten, auf neudeutsch: Knuffingen Airport.

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Auch hier kann man Stunden verbringen. Pausenlos startende und landende Flugzeuge, teilweise gepaart mit Feuerwehreinsätzen und -übungen. Jedes Flugzeug fährt zum Terminal und verschiedenste kleine Helferlein fahren heran.
Natürlich habe ich in Planespotter-Manier auf die Ankunft des A380-800 gewartet. Der kam dann schließlich auch, als es gerade (wie alle 15 Minuten) begann zu dämmern. Mit diesen Eindrücken verabschiede ich mich bis zum nächsten Teil.

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