Hamburg III

Aufzug des Alten Elbtunnels

In der ersten Maiwoche war in Hamburg nichts vom Hamburger Wetter zu finden. Den ganzen Tag Sonne und schönstes Wetter, während in Bayern Hagelschauer über das Land zogen. Alles lud dazu ein, durch die Stadt zu streifen und hier und dort wieder eine Pause einzulegen und den Moment auf sich wirken zu lassen.

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Nach Einbruch der Dunkelheit ging es nach dem Besuch am Dockland wieder zurück in die Stadt. Das Warten auf den Sonnenuntergang war leider erfolglos, da sich die (in dieser Woche sehr seltenen) Wolken, die man auf dem Foto im ersten Artikel sehen kann, vollends verdichteten und die Sonne aussperrten.
Ziel war nun der Stadtpark "Planten un Blomen", an dessen Parksee allabendlich Wasserlichtspiele aufgeführt werden. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Luisa für den Tipp!
Im See sind verschiedene Düsen und Scheinwerfer installiert, die dann von zwei Personen als Wasserorgel und Lichtorgel bedient werden können. Zu den Klängen der Komposition "Die Moldau" begleiteten dann zwei Künstler das Stück mittels dieser beleuchteten Wasserfontänen. Wunderschöne Sache, bei der man auch Einheimische antrifft, trotz der riesigen Touristenschwemme in dieser Woche.

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Nach einer halbwegs erholsamen Nacht habe ich die Zeit vor dem Wise-Guys-Konzert am Abend genutzt, mir die Elbe mal von unten anzusehen. In den Alten Elbtunnel gelangt man entweder über einen langweiligen Personenaufzug, oder man macht sich über Treppen auf den Weg nach unten. Während dem Abstieg in der Röhre kann man dann der wunderbar alten Technik dabei zusehen, wie sie zuverlässig die holzverkleideten Kabinen für Fahrzeuge in die Tiefe versinken lässt oder von ebendort wieder heraufholt. Unten angekommen, hat man über 400 Meter vor sich, bis einen das andere Ufer der Elbe begrüßt. Dort ist dann wahnsinnig viel los – eingezäunte Firmengelände und viele Firmenparkplätze. Der Hammer! Durch etwas zielloses Herumtreibenlassen stand ich dann an einer Fährstation, die ich auch hätte nutzen können, wenn nicht der Fahrausweis in der Jacke in der Unterkunft gelegen wäre. So blieb es mir dann doch verwehrt, die Elbe auch von oben aus der Nähe betrachten zu können und ich habe die Wassermassen dann noch einmal über mich rauschen lassen. Schon ein seltsames Gefühl, wenn man dort stehenbleibt und sich bewusst macht, wo man sich da eigentlich genau befindet.

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Der folgende Tag war mit einem geselligen Sanitätsdienst gefüllt, sodass Abends nicht mehr viel Zeit und Energie für einen langen Ausflug übrig war. Mir war viel eher nach einem ruhigen Ausklingen des Abends und ich versuchte mein Glück, von einem der Docks/Hafen einen guten Blickwinkel auf HafenCity zu erhalten und dort den Sonnenuntergang zusammen mit Elbphilharmonie und dem größten mobilen Riesenrad, das für den Hafengeburtstag gekommen war, einzufangen. Leider stellten sich die Satellitenbilder als zu ungenau oder veraltet und die Straßenkarten als falsch heraus und ich endete immer wieder an Zäunen von Firmengeländen. Das Wunschmotiv abgeschrieben, habe ich mich dann einfach wieder treiben lassen und landte irgendwann in einem kleinen Hafen. Keine Menschenseele um mich herum. Perfekt, um alles ein wenig Revue passieren zu lassen und die Erlebnisse in Hamburg damit abzuschließen.

Vielen Dank für euer Interesse.

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